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Der Westerwälder Kuhhund ist meist rotbraun und 50-55cm groß. Die Ohren sind oft gekippt, der gedrungene Kopf hat einen mittleren Stirnabsatz und das Gesicht ist kurz und glatt behaart. Das Haar am Körper ist länger und wellig. Der Westerwälder Kuhhund ist wendig, ausdauernd, intelligent, anhänglich, beschützt oft ohne Kommando, wacht, treibt und hütet. Er braucht konstante Führung durch sein Herrchen, da sein Wach- und Schutzinstinkt stark ausgeprägt sind. Sein Hütetrieb ist ebenfalls stark und der Hund sollte regelmäßig für diese Aufgaben eingesetzt werden.
In den Mittelgebirgen Deutschlands waren bis zu 500 Tiere starke Kuhherden keine Seltenheit. Sie wurden zumeist von einem Kuhhirten mit 2 Hunden ohne Zaun gehütet. Die Kuhhunde wurden auch bei Schafen, Ziegen, Schweinen, Geflügel oder zum Austreiben von Wildschweinen aus Feldern genutzt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in den Dörfern des Westerwaldes Gemeinschaftsweiden mit Herden bis zu 500 Kühen.
Dieses System war rational, denn nur ein Hirte wurde benötigt und teure Umzäunung war durch die Hütehunde nicht vonnöten. Im Westerwald und im Siegerland wurde nach dem Zweiten Weltkrieg diese Art der Viehhaltung zunehmend unrentabel, sodass 1980 der letzte aktive Kuhhirte im Westerwald seinen Dienst einstellte. Heute werden die Kuhhunde bei Schafen eingesetzt, haben sich allerdings auch schon als Rettungshunde bewährt.
