ZeitBlende 1964

Messerschmitt rollt durch das Freilichtmuseum

Minirock und La Bamba

La Bamba und der Minirock, Babyboom, Gummi-Twist und Beatles… Die "ZeitBlende" am 16. und 17. August 2014 im LVR-Freilichtmuseum Kommern wird wieder ein großes Fest der Erinnerungen für Groß und Klein werden. Mit einem bunten Programm wirft sie einen Blick zurück in die Zeit vor genau 50 Jahren. Bei der siebten Auflage der "ZeitBlende", zu der das größte Freilichtmuseum im Westen der Republik wieder mehr als 10.000 Besucher erwartet, dreht sich diesmal alles um das Jahr 1964. Und das bis ins kleinste Detail:

Schon der Blick auf die speziell für die ZeitBlende zusammengestellten Speisekarte weckt Erinnerungen: Saure Nieren, gefüllte Paprikaschoten, Russisch Ei und Toast Hawaii, Limonaden der damaligen Zeit und Lufthansa-Cocktail.

Eröffnet wird das zweitägige bunte Programm am Samstag um 12 Uhr mit der Revue "Das Jahr des Minirocks". Danach spielen die "Side Effects" weltbekannte englischsprachige Hits des Jahres 1964.

Vier weitere Bands versetzen am ZeitBlende-Wochenende die Besucher in die musikalische Stimmung der frühen Sechziger: Am Samstagnachmittag heizen "Flash Back to the Sixties" und ab 19 Uhr die Beatles-Revival-Band "Jimmy Beat" ein, sonntagnachmittags präsentiert die Formation "Erdbeershake" deutsche Schlager der Zeit, danach geht es mit "The Beafore" auf die Reise nach Liverpool und in den Star-Club nach Hamburg.

Zum ZeitBlende-Wochenende erwartet das Freilichtmuseum wieder rund zweihundert Oldtimer, die im damaligen Straßenbild zu sehen waren. Darunter auch viele alte Campingwagen, für die eigens ein historischer Campingplatz eingerichtet wird. Für die, die selbst mal wie früher "verreisen" möchten, steht ein Oldtimer-Reisebus bereit. Jede halbe Stunde startet er zur Rundfahrt durch den Fachwerkort Kommern.


Modenschau (Foto: Carlottas Mode/LVR)

Was damals in Mode war und kam, zeigen die Models von "Carlottas Mode" auf dem großen Laufsteg. Auch ein "Modegeschäft" wird eingerichtet sein. Die "Holly Hoppers" bieten Tanzkurse für Kinder an, die Erwachsenen können sich in den Modetänzen "La Bamba" und "Wattussi" üben.


Hula-Hoop-Kurs mit den Holly Hoppers

Für Kinder bietet die "ZeitBlende 1964" viele damals typische Geschicklichkeitsspiele wie "Gummi-Twist" und "Hulla Hoop" an, und natürlich auch Leckereien mit jenem bekannten nussigen Schokoladen-Aufstrich, der 1964 auf den Markt kam.

Auch die diesjährige "ZeitBlende" werden wieder viele Zeitzeugen mitgestalten. In einer Ausstellung werden Fotos aus ihren Privatalben Erinnerungen wecken. Für Sonntagnachmittag wird noch ein besonderes Highlight angekündigt: In einer Talk-Show werden Fußball-Legenden darüber berichten, wie sie 1964, im ersten deutschen Bundesliga-Jahr, den 1. FC Köln in die Deutsche Fußball-Meisterschaft schossen.

1964 war das Babyboom-Jahr. Wer daher mit einem Kinderwagen aus der damaligen Zeit – mit oder ohne "Inhalt" - kommt , erhält freien Eintritt für zwei Erwachsene. Kommen genügend Kinderwagen-Oldtimer zusammen, wird es neben dem täglichen Autokorso auch einen der Kinderwagen geben. Anmeldung der Kinderwagen ist erforderlich: kommern@lvr.de.


Privatfotos von 1964 gesucht

Privatfotos von 1964 gesucht

Mit der siebten Auflage seiner Veranstaltung "ZeitBlende" am 16. und 17. August wirft das LVR-Freilichtmuseum Kommern wieder den Blick um 50 Jahre zurück. Ein buntes Programm wird an Lebensverhältnisse und Ereignisse im Rheinland und in der Welt im Jahr 1964 erinnern. Das Museum wünscht sich, dass auch diesmal wieder viele Zeitzeugen ihre Erinnerungen beisteuern.

So bittet das Museum um Zusendung von Erinnerungsfotos, die 1964 im Rheinland aufgenommen worden sind. Als "Rheinland" definiert das Museum dabei sein Einzugsgebiet: die ehemalige preußische "Rheinprovinz" vom Niederrhein bis zum Hunsrück und vom Bergischen Land bis zum Westerwald. Die aussagekräftigsten Fotos werden ab dem 16. August in einer Begleitausstellung zur "ZeitBlende" gezeigt.

Gesucht werden Fotos, die in ihrer Aussage typisch für die Zeit sind, zum Beispiel Mode, Lebensgefühl, Wohnungseinrichtung, private und berufliche Lebenswelt, Feste und Feiern, Kinder- und Jugendleben, den Ausflug mit dem eigenen Auto oder Urlaubserinnerungen wiedergeben. Damit für die Reproduktion eine gute Qualität erreicht werden kann, sollten die Fotos möglichst als Originale eingereicht werden. Nach Bearbeitung werden die Originale unverzüglich zurückgesandt. Bei Zusendung von Fotos per E-mail sollte auf eine möglichst hohe Auflösung geachtet werden. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2014.

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern möchte aber auch Zeitzeugen zu kleinen Podiumsgesprächen einladen. Hier sollen Kindheits- und Jugenderinnerungen, aber auch Erinnerungen an Ereignisse im Jahr 1964, die persönliche Betroffenheit ausgelöst haben, im Mittelpunkt stehen.

Kontakt für Zeitzeugen: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Auf dem Kahlenbusch, 53894 Mechernich-Kommern oder michael.faber@lvr.de


Familie Iske am Stand des Fördervereins

Im Freilichtmuseum ist Ehrenamt gefragt

Seit vielen Jahren leisten Museumsfans, vor allem Mitglieder des "Fördervereins Rheinisches Freilichtmuseum Kommern", wertvolle ehrenamtliche Dienste vor allem bei den Großveranstaltungen. Sie helfen etwa in den Schank- und Imbiss-Ständen oder auch bei der Einweisung der Oldtimer auf der "ZeitBlende" mit. Nun möchte das LVR-Freilichtmuseum Kommern weitere Möglichkeiten schaffen, ehrenamtlich mitzuwirken. Dabei soll es um "Zusatzdienste" gehen, die vom hauptamtlichen Museumsteam (LVR und Rheinland Kultur GmbH) nicht abgedeckt werden können: Dienste, die die museale Präsentation, Sonderveranstaltungen und den Besucherservice weiter optimieren.

So ist die Betreuung von betagten Museumsgästen oder solchen mit besonderen Bedürfnissen ebenso denkbar wie die besondere Gästebetreuung bei Großveranstaltungen. Gerne möchte das Museum auch einen Besuchsdienst mit den bereits vorhandenen "Museumskoffern der Erinnerungen" in Seniorenheimen einrichten.

Ehrenamtliche könnten auch Zeitzeugen-Befragungen durchführen, Kurse leiten oder bei der Obsternte mitwirken. Engagieren könnten sich Ehrenamtliche auch durch Übernahme von Patenschaften – zum Beispiel über einen (Teil-)Museumsgarten oder ein Museumstier.

Natürlich wird das ehrenamtliche Engagement ganz auf die persönlichen Wünsche und das Zeitbudget der Ehrenamtlichen zugeschnitten. Das Museum wird zudem Schulungen für den ehrenamtlichen Einsatz anbieten.

Kontakt für Interessierte: michael.faber@lvr.de


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