Wir Wirtschaftswunderkinder - bis 24. September 2017

Foto von 1961: Mädchen mit Puppe. Foto: Heymann

Spielen und Spielzeug in den 1950er- und 1960er-Jahren

In der Sonderausstellung geht es um Spielen und Spielzeug in den 1950er- und 1960er-Jahren.

Die Zeit zwischen 1950 und 1967, dem Jahr der ersten Rezession in Deutschland, ist die Zeit des Wirtschaftswunders. Ist die Kindheit zuvor noch vom Mangel der Nachkriegszeit bestimmt, so wird in diesen Jahren durch den wirtschaftlichen Aufschwung das Angebot an Spielzeug und Freizeitmöglichkeiten für Kinder immer größer. So etwa machen die Verbreitung von Radio und Fernsehen, die Motorisierung und der technische Fortschritt auch vor dem Kinderzimmer nicht halt und spiegeln sich im Spielzeug wider.


Spielzeugflugzeug

Aber auch das Spielen auf der Straße, damals trotz Zunahme des Verkehrs auch in den Städten noch möglich, die Frage der Berücksichtigung von Kinderwünschen im Familienurlaub sowie das Spielen und Erziehen in Kindergarten und Schule werden thematisiert. Die Ausstellung will diese spannungsreiche Zeit mit Spielzeugen, Kleidung, Fotos, Filmen und anderen Objekten wieder in Erinnerung rufen. Die Zeugnisse aus der Kinderwelt verdeutlichen auf vielfältige Weise die Stimmung dieser Zeit.

Die heute Fünfzig- und Sechzigjährigen haben die Wirtschaftswunderzeit als Kinder erlebt. Viele ihrer Erinnerung sind in die neue Ausstellung eingeflossen. Seit einigen Jahren bildet diese Zeit einen Sammlungs- und Dokumentationsschwerpunkt im LVR- Freilichtmuseum Kommern und Rheinischen Landesmuseum für Volkskunde, unter anderem mit zeitgenössischen Bauten auf dem neuen „Marktplatz Rheinland“.


Puppenküche

Das Spielzeug aus dieser Zeit macht den Wandel deutlich, der sich in diesem Zeitraum in Technik, Wirtschaft, Kultur und sozialem Leben vollzogen hat.


Ausstellungsflyer WirWirtschaftswunderkinder (PDF, 2,27 MB)