Kriegs(er)leben im Rheinland

Feldpostkarte von Anton Keldenich: Abschiedsszene am Bahnhof

Finissage am 18. Oktober 2015

Kriegs(er)leben im Rheinland - Zwischen Begeisterung und Verzweiflung

Am letzten Tag der im Rahmen des überaus erfolgreichen LVR-Verbundprojektes „1914 – Mitten in Europa“ gezeigten Ausstellung lädt das LVR-Freilichtmuseum Kommern ab 14 Uhr zu einer Finissage mit Filmvorführung, Vortrag und Führungen durch die Ausstellung ein.

Die Ausstellung zeichnet schlaglichtartig die Lebenssituationen zwischen »Hurrapatriotismus« und Verzweiflung zu Beginn und während des Ersten Weltkrieges.

Neben zahlreichen Objekten werden die Lebensverhältnisse auf dem Land vor allem anhand der Tagebücher und Zeichnungen des Eifelmalers Anton Keldenich thematisiert, eines einfachen Mannes aus einem rheinischen Dorf bei Euskirchen. Die Schilderungen über die Geschehnisse in einem Dorf und die eigenen Erlebnisse während des Ersten Weltkrieges lenken den Blick von der weltpolitischen Ebene auf das Alltagsleben. Mit den persönlichen Berichten von Hoffnungen, Ängsten und Alltagsproblemen lässt sich das Leben im Krieg und die Bedeutung für uns heute unmittelbar nachvollziehen.


Ingo Weule als Reservist, einmal zu Kriegsbeginn, einmal im Krieg

Begleitprogramm zur Ausstellung

Zur Ausstellung "Kriegs(er)leben im Rheinland - Zwischen Begeisterung und Verzweiflung" bietet das LVR-Freilichtmuseum Kommern nun ein Begleitprogramm an. Es richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren (8. Schuljahr) und an Erwachsene.

Szenische Geschichtsdarstellung

Unter dem Titel "Vom Hurrapatriotismus zum Schrecken des Stellungskrieges" berichtet Kai-Ingo Weule am 8. März um 14 Uhr in wechselnden Spielszenen in der Ersten Person von seinen Kriegserlebnissen und den Auswirkungen des Krieges auf das Denken und Fühlen der Menschen. Requisiten und Ton-Collagen veranschaulichen seine Berichte.

Kosten: 4 EUR pro Person

Das Projekt ist auch für Schulklassen unter der Woche buchabar.

Anmeldung und Buchung bei kulturinfo rheinland
Telefon 02234 9921-555 oder info@kulturinfo-rheinland.de.


Logo der Verbundausstellung Blick in die Ausstellung, Bahnhofsszene. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards Ausstellungseinheit zu Anton Keldenich. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards Blick in die Ausstellung. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards Gäste bei der Ausstellungseröffnung. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards Täschchen für Brotmarken Feldpostkarte mit Abschiedsszene am Bahnhof. Foto des Malers Anton Keldenich in Uniform. Motiv einer Feldpostkarte aus dem Ersten Weltkrieg Historischer Overland von 1913. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Andrea Nowotny Seite aus dem Tagebuch von Anton Keldenich. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards Zeichnung von Anton Keldenich, ein Soldat mit Gasmaske steht in der Tür. Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards

Partner und Förderer

Die Ausstellung wird gefördert durch die NRW-Stiftung und unterstützt durch den Förderverein des LVR-Freilichtmuseums Kommern, das Stadtarchiv Euskirchen sowie den Geschichtsverein des Kreises Euskirchen. Auch Schulprojekte werden in die Ausstellung integriert. Beteiligt sind das St. Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel, das Emil-Fischer-Gymnasium in Euskirchen, die Realschule Mechernich, das Schiller-Gymnasium und das Heinrich-Mann-Gymnasium in Köln und die Förderschule Bürvenich.


Der historische Overland wird in die Ausstellungshallen gebracht.

Die offizielle Einweihung der Ausstellungspavillons.

Sanierung der Ausstellungshallen

Die Sanierung der Ausstellungshallen, in denen die Ausstellung "Kriegs(er)leben im Rheinland" zu sehen sein wird, wurden am 15. November 2013 mit der Bauabnahme offiziell abgeschlossen. Mit der Ausstellungseröffnung am 29. Juni 2014 werden die Pavillons offiziell eröffnet und für die Museumsgäste zugänglich.