Bienen

Imker am Lehrbienenstand

Bienen zu halten war für manche Bauern Nebenerwerb und für die Klöster wichtiges Gewerbe – weniger des Honigs wegen, als zum Gewinnen von Bienenwachs für die Kirchenkerzen. Bis ins 19. Jahrhundert war kaum von Bienenzucht zu sprechen: Wer einen wilden Bienenschwarm an einem Baum fand, schlug ihn vom Ast in einen Flechtkorb, den Bienenkorb, wie wir ihn heute noch von Bildern kennen. Sollten diesem Bienenkorb dann am Ende des Sommers die Waben mit Wachs und Honig entnommen werden, drehte man den Korb auf den Kopf, stellte einen neuen, leeren Flechtkorb oben darauf und musste warten, bis das Bienenvolk in den neuen Korb umgezogen war.

Erst mit ausgeklügelten Bienenstöcken aus Holz konnte man die Waben einfach entnehmen. Prinzip dieser Erfindung ist, den Bienen Holzrahmen mit einer Wachsplatte anzubieten, auf die sie ihre Waben bauen können. Erst 1851 fand man heraus, wann die Bienen sich in einem solchen Holzgehäuse wohlfühlen.

Seitdem kann der Imker Holzrahmen voller Bienenwaben aus dem Stock herausziehen, ohne etwas daran zu beschädigen. Er schleudert dann mit einer Zentrifuge den Honig aus den Waben heraus.

Im Haus aus Altenburg in der Baugruppe Westerwald können Sie mehr zum Thema Imkerei erfahren.

Wann die Imker im Museum sind und von ihrer Arbeit berichten, erfahren Sie bei den Terminen.


Bienen - vom Haustier zum Wirtschaftsfaktor